Neuigkeiten
Lobivia jajoiana Backeberg (BfK 1934/6)
Beschreibung:
Körper einzeln, kugelig in Kultur auch zylindrisch
verlängert, mit einer Pfahlwurzel. Rippen etwa 12 und mehr, in beilförmige
Höcker aufgelöst. Randdornen 9-11, bis 2cm lang, dünn, Mitteldornen 1-3 bis 3cm
lang, mitunter aber auch länger, fühlerartig, etwas hakig gebogen. Blüte 65 mm
lang und breit, glockenförmig, duftend, tomatenrot, Blütenschlund und Hymen
schwarz-violett. Staubfäden dunkelviolett.
Kultur:
Sonnig und luftig. Eine Frühbeetunterbringung in der
wärmeren Jahreszeit, ist dem Gewächshaus vorzuziehen. Im Frühjahr und
Hochsommer etwas Schutz vor Prallsonne. In dieser Zeit ausreichende
Feuchtigkeit. Die Art wächst gut in einem leicht sauren durchlässigen
Humussubstrat.
Vorkommen:
Gebirgszüge in Nordargentinien (Quebrada de Humahuacana).
Besonderheiten:
1947 beschrieb Krainz eine Lobivia vatteri mit weißer Blüte.
Vatter verbrachte des öfterern seinen Urlaub in der Quebrada de Humahuacana.
Eines Tages sammelte er einen Karton voll Pflanzen und schickte diesen nach
Buenos Aires. Die Reise dauerte drei Wochen und dort angekommen, blühten zwei
Pflanzen weiß! Walter Rausch schreibt in "Lobivia 85". "Ich war
einige male zur Blühtezeit an Vatters Fundort, sah Hunderte von Blühten, aber
keine weiße..." Eine weiße Lobivia jajoiana zu erzeugen, ist schon lange
das Anliegen von Lobivienexperten. Ein Mitglied unseres Kakteenvereins befasst
sich seit langen Jahren mit Lobivien. Er berichtet: "Wird sie sich je
zeigen, die weiße Blüte mit schwarzem Schlund, an deren Entwicklung sich schon
viele Liebhaber und Hybridenzüchter versucht haben?" Hier zeigen wir
Einblicke in seine Ergebnisse, des seit über 20 Jahren andauernden Versuchs,
über Zucht und Selektion eine Pflanze mit weiß-schwarzer Blüte herzustellen.