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Matelea cyclophyllus R.F. WOODSON
Synonym:
Vincetoxicum cyclophyllum Standley (1924), Gonolobus cyclophyllus (Standley)
hort.
Beschreibung:
Dieses Mitglied aus der Familie der Asclepiaceae wurde von
R.E. Woodson 1941 beschrieben. Man liest in diversen Publikationen auch den
Namen Cyclophylla matelea. Diese in Kultur sehr selten zu findende
eigentümliche Sukkulente, wird meistens wegen seines korkigen Caudex
kultiviert.
Der Caudex der hier abgebildeten Pflanze hat einen
Durchmesser von jetzt 5 cm. Er ähnelt der Yamswurzel Dioscorea macrostachya
(auch von Mexiko) oder der Dioscorea elephantipes (von S. Afrika). Ihm
entspringen in der Wachstumszeit mehrere schlingend emporwachsende Triebe. Die
Blätter sind herzförmig in der Form. Die Blumen sind jedoch seltsam und schön,
2,5 Zentimeter im Durchmesser und typisch einer Asclepiadaceae. Sie erscheinen
während der Sommermonate, ähneln einem Meerstern mit fünf kurzen Zipfeln. Die
Oberfläche ist pubescent und normalerweise ein tiefes kastanienbraun, obwohl
grüne Formen "Albinos" auch auftreten können. Die reproduktiven
Strukturen in der Mitte der Blume sind auch ein ästhetischer Anblick und
verdienen eine genauere Betrachtung mit einem Objektiv. Werden die Blüten
bestäubt produzierten sie eine Samenhülse. Diese ist 12-20 cm lang und 3-4 cm
dick. Die Samen sind mit einem seidigen Haarschopf versehen, der ihnen als
Flugapparat dient.
Kultur:
Die Wachstums-Gewohnheiten dieser laubwechselnden
Caudiciformrebe sind folgende: Regelmäßiges Wasser wenn sich die Pflanze im
Blatt befindet. Wenig Wasser im blattlosen Zustand der Pflanze für die einige
Monate in den Wintermonaten. Eine nahrhafte etwas durchlässige Erde ist
willkommen. Temperatur während der Ruhezeit ca. 12 Grad Celsius. Während der
Wachstumszeit warm, etwas schattig ist empfehlenswert, denn in der prallen
Sonne verbrennen leicht die Blätter.
Vorkommen:
Mexiko (Jalisco bis Oaxaca)
Besonderheiten:
Die Recherchen bezüglich der botanischen Namensübersetzung
ins Deutsche, sind nicht erfolgversprechend. Der Artname Gonolobus entstand
wohl auf ein Merkmahl der Frucht (Schote). Er lässt sich übersetzen mit
"kantenschotig". - Der Artname "cyclophyllus" =
kreisförmiges Blatt, weist wohl auf eine runde Blattform hinweist. Es kann aber
auch auf den immer wiederkehrenden (zyklisch -in regelmäßiger Folge
wiederkehrend) Austrieb der Blätter hinweisen.