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Echinocactus horizonthalonius LEMAIRE
SYNONYME:
Echinocactus equitans SCHEID., Echinocactiis laticostatus
ENGELM., Echinocactus horizonthalonius var. curvispinus ENGELM., Echinocactus
horizonthalonius var. nicholii BENSON
Beschreibung:
Abgeflacht kugelige bis kurzzylindrische Pflanze, bis 20 cm
hoch, für gewöhnlich einzeln, doch gelegentlich ist sie auch in Gruppen
anzutreffen. Allgemein mit 8 abgerundeten Rippen. Pflanzenkörper kreidig blau
und sehr zäh. Areolen sehr wollig, wenn jung, ungefähr zwischen 1,5 cm und 2,5
cm voneinander entfernt. l starker Mitteldorn, abwärts gerichtet, etwa 2,5 cm
lang. Randdornen bis zu 8, gebogen, in alle Richtungen spreizend und sich zum
Pflanzenkörper neigend, grau, in der Jugend schwach braun wie der Mitteldorn.
Blüten rosa bis lebhaft rosarot, 7,5 cm im Durchmesser und weit geöffnet.
Frucht länglich, über 2,5 cm lang und 1,3 cm breit, bei Reife rötlichbraun,
doch oft durch Massen weißer Wolle am Scheitel der Pflanze verdeckt.
Kultur:
Diese bei Liebhabern begehrte Pflanze fordert alles Können
an seinen Pfleger. Auf Börsen und bei Kakteengärtnereien sind blühfähige Stücke
sehr selten anzutreffen und wenn, sind die Preise entsprechend hoch. Die
Aufzucht ist langwierig und wurde schon von vielen Kakteenfreunden versucht.
Diese aber scheitern meistens. Die Keimfähigkeit der Samen ist nicht sehr hoch
aber wahrscheinlich ist dies eine Erscheinung der natürlichen Gegebenheiten.
Der Samen muss hier über Jahre hinweg seine Vitalität behalten um bei günstigen
Bedingungen wieder einige Pflänzchen hervorzubringen, um so die Art zu
erhalten. Nach der Keimung verläuft die Entwicklung der Sämlinge äußerst
langsam. Erst im Laufe der Jahre bildet sich der typisch harte Körper. Dieser
Prozess lässt sich auch nicht mit übermäßigen Wasser- und Düngergaben gewaltsam
erzwingen. Die Folge ist der Verlust der Pflanzen. Ein entscheidender
Pflegefaktor ist die Wahl eines geeigneten Substrates. Hier wurde vom Verfasser
gute Erfolge mit einem Gemisch aus Bimskies und Löß gemacht. In dieser
"Erde" kann im Hochsommer bei schönen Wetterperioden auch mal
reichlich bewässert werden, wobei auch kleine Düngergaben von Vorteil sind. Bei
erfolgreicher Aufzucht der Art ist mit ca. 12 Jahren mit den ersten Blüten zu
rechnen.
Vorkommen:
In der Kalkstein- und Strauchwüste in weiten Gebieten des
nördlichen Mexiko an der Grenze zu Texas und Arizona und südlich bis San Luis
Potosi. Vorkommen in den USA sollen sein in Brewster, Culberson, Duval, El
Paso, Hudspeth, Jeff Davis, Pecos, Presidio, Terrell und Val Verde, Bezirke in
Texas, innerhalb der meisten südlichen Bezirke von New Mexico und in Cochise,
Pima und Pina.
Besonderheiten:
Es handelt sich um eine sehr prächtige und variable Art, die
in ihrer Heimat weit verbreitet ist. Säulenartige Formen dürften nur alte,
reife Exemplare sein und keine Varietäten.